In Erinnerung an unsere Vorfahren und zur Information für unsere Nachkommen

Das Bobbische Legat des Jacob(us) Bobbe
aus dem Jahre 1689



Hier werde ich meine Auswertungen über das Bobbische Legat einstellen. Dieses Vermächtnis - Testament - steht auch in Verbindung  mit der Hortich Stiftung und ist das Vermächtnis des BOBBE, Jacobus, geboren 1613.

Jacob(us) BOBBE ist verwandt mit Babette BRAUNE [12 Schritte]
Hier sehen Sie, wie:
1.Carl Heinrich Günther BRAUNE ist der Vater von Babette BRAUNE
2.Franz Otto BRAUNE ist der Vater von Carl Heinrich Günther BRAUNE
3.Heinrich Karl BRAUNE ist der Vater von Franz Otto BRAUNE
4.Johanna Dorothea HILLIGER ist die Mutter von Heinrich Karl BRAUNE
5.Johann August HILLIGER ist der Vater von Johanna Dorothea HILLIGER
6.Georg Carl HILLIGER ist der Vater von Johann August HILLIGER
7.Margaretha Elisabeth OBERMANN ist die Mutter von Georg Carl HILLIGER
8.Johanna Rosina BOBBE ist die Mutter von Margaretha Elisabeth OBERMANN
9.Johann Georg BOBBE ist der Vater von Johanna Rosina BOBBE
10.Jacob BOBBE ist der Vater von Johann Georg BOBBE
11.Thomas BOBBE ist der Vater von Jacob BOBBE
12.Jacob(us) BOBBE ist ein Bruder von Thomas BOBBE


Durch die Hortich Stiftung bin ich auf das Bobbische Legat des Jacobus Bobbe gestoßen. Wie es dazu kam ist auf meiner Seite über die Hortich Stiftung nachzulesen.


Nach einer Einladung der "Vierherren" der Hortich Stiftung zur öffentlichen Sitzung der Stiftung am 10.07.2010 konnten dann am 11.07.2010 Herr Wittig und ich nach Absprache mit Pfarrer Rödiger  Einsicht in die alten Unterlagen nehmen.

Herr Wieske, einer der Vorstandsherren der Stiftung, erklärte sich bereit mit uns die alten Dokumente in Augenschein zu nehmen. In Kisten waren jede Menge Dokumente und Unterlagen der vergangenen Jahre bzw. Jahrhunderte in Regalen verstaut. Die Aufarbeitung der Bestände ist Herrn Pfarrer Dickmann zu verdanken.

In einer der Kisten mit der Nr. 84 befand sich dann:



   


Es war schon ein eigenartiges Gefühl diese Dokumente durchzublättern, da sie ja schon sehr alt waren - soll heißen aus dem Jahre 1689 stammten. 


Auch in der Chronik der Stadt Aken von Friedrich Gottfried Carl Pfeffer und fortgeführt von W. Dittmar aus dem Jahre 1929 ist etwas über das Legat zu lesen. Darin heißt es unter anderem:


  • ... Die Zahl der milden Stiftungen in Aken vermehrte sich in dieser Zeit um nicht weniger als sieben. Die wichtigste von ihnen war das Legat, das der aus Aken stammende Amtsschösser Jakob Bobbe zu Ostrau, vorher Stadtschreiber in Aken, am 1. Februar 1689 stiftete. ...
  • ... ließ der der Amtsschösser Jakob Bobbe in Ostrau, vorher Stadtschreiber in seiner Vaterstadt Aken, 1664 hier vor dem Köthner Tore auf seine Kosten ein Armenhaus bauen zur Wohnung für arme Leute und zur Herberge für bedürftige Reisende. Dieses Armenhaus wurde an Stelle des Hospitals St.Bartholomäi erbaut; es enthielt 2 Stuben und vier Kammern und war für die Stadt um so nötiger , als auch das Hospital St. Georgen schon früher eingegangen war ...
  • ... Im Jahre 1689 ist dieses Hospital von Jakob Bobbe in einen Garten und anderen Grundstücken, sowie mit Geldmitteln ausgestattet und in eine milde Stitung umgewandelt worden ...

 Auszug aus dem Legat


Nun war ich dabei den Inhalt des Dokumentes zu "übersetzen" und noch mehr aus dem Leben meiner Vorfahren zu erfahren. Da ich nicht so gut bin im lesen der alten Schriften habe ich mir Hilfe geholt und habe die Ergebnisse über den Inhalt des BOBBISCHEN LEGAT  hier für Interessierte zu Verfügung gestellt. 

Durch die Hilfe von "IRMGARD" aus dem Forum der Familie Greve konnte ich das Legat "übersetzen". 


An dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür!



Im Jahre 1689 verfasste Jacob(us) Bobbe sein Legat. Im Jahre 1692 setzte er ein weiteres Testamet auf, welches das zuvor geschriebene ganz oder teilweise außer Kraft setzte. Er teilte sein Barvermögen sowie die Pacht- und Grundstücke auf. Er bedachte dabei seine Geschwister und deren Nachkommen. Außerdem die Kirche und die Schule sowie die Armen in Aken. 




Fundation des Bobbischen Legati
SDEE (GOTT) helffen!


Im Nahmen der heiligen und hochgelobten Drey-Einigkeit, Sey hiermit zu wissen, demnach J(ohanne)s Jacobus Bobbe, aus bewegenden Ursachen, ein Legatum ad pias causa in meinem Testament verordnet, daß fal… auch, mir ab damit geholfen werden
schriftlich eingerichtet gehabt. Weil aber die biß daher in eines und andern vorgegangene Veränderungen, die gemachte Verordnung zu ändern mich veranlaßet, so will ich nun, daß es folgender Gestalt geschehen solle, und wird E l und Wohlweiser Rath Jhene gefallen laßen, daß die beyden Kasten-Vorsteher, ein Jahr um das andere, die Legate Wiese Cabeln, und Garten, ohne Ansehen der Person, demjenigen, so das meiste dafür zu geben erböthig, jährlichen, oder auf etliche Jahre mit ausdrücklichen Vorb....ust und Rath des Herrn Pfarrers, austhun, und die Nutzungen aufs beste verkauffen, und das Geld dafür, wie auch die Geld=Zinsen zu rechter Zeit einzufordern, und in eine Lade, die zugleich, nebst dem gewöhnlichen Schloße, auch ein Vorhänge Schloß, und einem Schlüßel der Herr Pfarrer, und den anderen der Kasten Vorsteher, die Lade aber der Herr Pfarrer bey sich haben sollen, also bald legen. Wann nun E=L Rath von Rathsam erachtet, daß mit Einrathung und Gutachten des Herrn Pfarrers eine absonderliche tüchtige Person angenommen wird, die den Catechismus Lutheri, nebst denen Fragen und Antworten, denen Knaben und Mägdlein, zu gewißen Stunden so Jhene zu benennen, Verstandlich und mit Nutzen beybringen, auch diejenigen, so zum Heil.Abend=Mahl gehen wollen, recht unterrichte, sollen dem= selben jährlich Dreyßig Thaler, als jedes Quar=tal sieben Thaler 12 Groschen und drey Thaler der Mägdlein Schulmeisterin, jedes Quartal 18 Groschen Sofern dieselben in Ihrem Ampte fleißig ist, gegeben werden. Ferner wird der Herr Pfarrer durch den Kirchen Vorsteher dahin sehen laßen, daß das Hospital /: so auch meins, und meines Bruders Lorenz Bobben sehl. gewesenen …erte abgestattet werden könne. Es wird aber E.L. und Wohlsame Rath, ohne dieses mein Erinnern mit Einwalthung des Herrn Pfarrers dahin sehen, ob auch diejenigen so bey demselben Ansuchung thun, daß sie in das Hospital möchten aufgenommen werden, deßen würdig seyen. Wann auch den Kasten Vorsteher etwas unverantwortliches und strafbares anmeldet, solches --medizen, und wir lange Fremde Armen, denen die Allmosen zu sammeln vergönnet wird, darinnen sich aufhalten sollen, anordtnen, der Herr Pfarrer aber die darinnen vorhan den, zur Gottes-Furcht, fleißigem Gebeth und Singen, auch zum Frieden und Einigkeit anzumahnen, wißen. Würden die Wiederkäufflichen Wiese und Cabeln ingesamt oder stückweise zurückgekaufft, soll das Geldt mit XX und Wohlerh. Raths Gutachten und Einrathung ingleichen des Herrn Pfarrers, wie auch meiner instituirten Erbin, deren Herrn Sohns, als Substituirten, der deßen Erben, Wißenschaft und Gut achten anderweit gegen genugsam Versicherung, aufgeliehen, oder Nutz bringender Stücke gekauft werden.  Um beßerer Richtigkeit willen, wird der Herr Pfarrer von denen Einnahmen und Ausgaben Verzeichnis halten, und zu Rathhause solches Jährlichen dürchsehen, und quittieren laßen. Es soll aber der Herr Pfarrer vor seine Mühwaltung, Zwo Cabeln von denen - - Cabeln hinter Mennewitz, oder eine von demselben, und das Graß im Garten haben, welches in seiner Willkühr stehen soll; und der Kasten-Vorsteher so die jährliche Verrichtung hat, eine (-) Cabel an Schulzen Breite zu gebrauchen haben; das Grummert im Garten, kan mit dem Obste, oder absonderlich verkaufft werden. Ehe aber ein solcher Catechetes in Dienste ist, will meine instituirete Erben, oder Nachgesetzter das Geldt ingesammt nebst denen Documenten an sich halten, und nur was denen Armen und Current Schülern verordnet, quartaliter austheilen. Wann aber EE und Wohlw. Rath solch tüchtige Person, wie Anfangs gemeldet, annimmt, soll das entzwischen - des Catechetes eingenommene Geldt, so wies Ihm jährlich bestimmt, dazu angewendet, und was disfalls und sonst übrig geblieben, nach dieser Fundation eingerichtet, und der Überschuß im Vorrath gehalten werden. Und weilen des jetzigen Pfarrers Zustand, dieses zu verrichten nicht leidet, indem er die bißher geführte Geld(abrechnungen) deswegen selbst von sich abgelehnet, undsolches durch einen anderen zu thun nicht seyen soll; als wird jetziger Herr Diaconus, so die Anwartung in das Pastorat hat, diese Verrichtung, wenn ein Catecheter bestellt ist, über, sich zu unserem, belieben, und das dem Herrn Pfarrer verordnete dagegen genießen. Es soll aber in diesem allen mein Vetter der eh. Amtmann zu Zerbst H(err) Elias Rüde, und deßen Männliche-Tribes-Erben und Nachkommen züglich Absicht haben, daß diese mallen, gantz vollkömmlich und genau nachgelebet werde; Gefiele aber EE Rath gar nicht, ein solches absonderliches Subjectum anzunehmen, oder mit solchen Verrichtungen die Ihme von der Kinder Sohne verhinderlichen wären, belegen würden, soll meine instituierte Erbin, oder H(err) Substituierter, deßen Erben, und Nachkommen, gut Fug und Macht haben, das Legatum Respectu Catechetis gantz zu Revocieren, einem Drittentlich vor sich behalten, und Zwo Drittheil anderweit ad pias causas /: wobey der Armen nicht zu vergeßen:/ allhier in Acken anzuwenden. Und da diese nicht wolten, oder wären nicht mehr vorhanden, soll solches denen Legatarien und denen Nachkommen ingesammt und einen jeglichen in sunderheit zu thun hiermit verendert habe. Das übrige aber vom Legato, wie solches verendert ist, jährlichen auszahlen und was übrig bleibt, zum Vorrath in der Kirche beylegen laßen, und von allem jährlichen Rechnung thun. Dieses alles ist also meine Verordnung, welche ich in allen eigentlich, und ohne Veränderung, durchaus will und gelebet haben. Gott förderer das Werk, daß alles zu seines heiligen Nahmens Lob, Ehr, und Preiß, und Erbauung des Christenthum gereichen, und Niemans durch Vorkehrung dieser Fundation oder Eigens Nutz, einigen Unseegen und Fluch auf sich und die Seinigen bringe. Uhrkundlich habe ich dieses selbst gedoppelt geschrieben, und mit meinem gewohnlichen Petzschaft auf die Schnur am Fade gesiegelt, und ein Theil, wenn alles mit dem Catechete seine Richtigkeit hat, nebst denen dazu gehörigen Original Documenten in die Kirche, und ein Theil, nebst denen Copien auf das Rathhaus, verwehrlichen beyzulegen, gegeben werden.

 

Geschehen in Acken, den ersten Tag des Monats February, des Eintausend Sechshunderten, Neun und Achtzigsten Jahres. Gott allein die Ehre

(L,S,) Jacobus Bobbe



1692

Im Nahmen der Heiligen und Hochge
lobten Drey Einigkeit.


Sey hiermit zuwißen, daß Joh. Jacobus Bobbe in Erinnerung meines, durch Gottes Gnade, erliehenen hohen Alters, undt daß der Todt, pünktlich, ja augenblicklich zuvermuthen;  ein Testament und lezten Willen, verfertiget; und in die Churfürstl. Brandenburg. Gerichte alhier, in eigener Person übergeben , und als ein gerichtlich Testament beylegen laßen.  Weil aber in einem und anderen, bisher  Verenderungen Vorgegangen; durch sonst erhebliche _rfachen, zu - andere Gedanken mich gebracht, so habe ich auch solch Testament, aus wohlbedachten Grunthe, hinwieder cassiert, annulliert und auf aufgehoben: Cashire, annuliret und hebe auf,  alles, was ich vorher disponiret gehabt; undt habe hergegen nachgeseztes Testament undt letzten Willen, Krafft dieses, wohl bedächtig und aus freyem Willen hinwieder  gemacht. Bitte aber zuforderst, daß der allgütige Gott, mir meine, die lange Zeit meines Lebens, viel fältig begangene Sünde, aus lauter Gnade und Barmherzigkeit, um das unschuldige bittere Leiden, sterben und heilig Blut, seines lieben Sohnes Jeß.Christi meines Heilandes Willen, vergeben; und mir, bis zum Todt, mit seinem heiligen Geiste kräfftig beystehen und eine seelige Hinfahrt zur himmlischen Freude gnädiglich verleihen wolle; wie ich denn in wahren Glauben, meine, durch das heilige Blut Jeß.Christi, Feuer erlösete Seele, in deßen väterliche Hände, und den Leib dem Schoß der Erden, zur sanfthen Ruhe, hiermit befehle. Und weil der barmherzige Gott mir von Jugend auf nicht allein viel Wohlthaten, an Seel und Leib, aus Gnaden reichlich erwiesen, so, denn auch in vorgestandenen mancherley Leibes und Lebens Gefahr erhalten, undt vor schnellem Todt und Unglück in solchen Gefährligkeiten behütet hat: wofür ich auch hier zeitlich von Herzen Danke, und dort ewig loben und preißen will:/ so verordne und legiere ich aus schuldigster Dankbarkeit, von deme, was er mir anvertrauet, zu deßen Lob, Ehr und Preiß, hiermit ad pias Causas allhier in Acken.

1. die wiederkauffliche Herteliche Grasestücken alß, die Nonnen Schafe, die Sechzehen kurze Cabeln an Schulzen Breite; die acht Cabeln, undt Into quer Cabeln hinter Mannewiz, mit allen Rechte, so ich daran gehabt habe,
2. Den Garten, bey und hinter Peter Tran zen Hause und Garten gelegen.
3. Achzig ReichsThaler bey EE und Wohlw. Rathe alhier.
Wesfalls die Documenta, Obligationes, und Kauffbriefe, aus zu antworten, jedoch alles ohne Gewährleistung, nach Inhalt der, dieses Legati halber, von mir verfertigten Fundation; Welche in allen Punkten dießem meinem Testament gleich kräfftig und gültig sein, und deswegen und darum nicht das geringste geendert werden solle. Diesem nach (Benominir), in stituierte und sage Krafft dieses zur Vollständigen undt wahren Erbin, wißentlich, wohl bedächtig, aus freiem, ungezwungenem Willen, ein, meine Schwester Elisabethen, H. _? Ruden sehl. nachgelaßene Witbe; _? _? das meinige Wohl in acht genommen, mir treulich in allem Wohl vorgestanden, und meiner, ueber derlich in vielfältig zu-gestoßenem Sch---ch heiter fleißig gewartet und gepfleget, auch daßelber ferner thun wird; Und auf dem Fall, daß sie meinen Todt nicht erlebet, substiture und nachgesch..e, selben Sohn Herrn Elias Rüden, sehl. fürstl. Anhaltl. Ambtmann zu Zerbst, als welcher in alle Wege mir folgig geweßen und was ich ihme gegeben, wohl und richtich angewendet, wie beydes zu Recht am beständigste und kräfftigsten seyn soll, kan(n) oder mag :/ als daß instituierte Erbin, oder Substituierter nach meinem sehl. Tode, meiner ganzen Verlaßenschafft an bewegl. und unbeweglichen Gütern, -? und ausste henden Schulden, nichts als männliche (Riken?), und männliche (Wiesewachs?) und Herrgewähte, ausgeschloßen, sich anmaßen, und damit, als mit ihrem, oder seinem Eigenthum, handeln und gebehren, thun und laßen, jedoch was denen nachgesezten Legatarien, baar, oder sonst verrechnet und legiret ist, an gangbarer Münze, gegen genügsame Quitung, zahlen und abtreten, und desfalls die gehörige Documen ta, Obligationes und Scheine, ebenmeßig ohne Gewehrleistung ausantworten sollen wie folget: Weil ich meines Brudern Johannis sehl. Kindern ingesambt, die Schuld, womit mir derselbe verhasset geblieben, als drey hundert drey und siebenzig Thaler. Und was ich wo, grundes, daß er mein Holz und Grasery genuzet; und wegen des, meinen Bruder Lorenzen sehl. schuldig verbliebenen Pachts vom Acker und Grasery. ich zu meinem _? zu fordern gehabt, übergeben; Durch ihretwegen der Hoßmannischen Fr(au) Witbin sehl. Erbforderung vom Hause, auf 20 Thaler behandelt und solche abgegeben : _? ungleichen meiner Schwester Elisabethen, das mütterliche Bralega tum, ein Hundert Thaler nebst dem altero Vanto; und die Berländische Schuld, zu welchen beyden Posten ihr Vater sehl. sein Antheil beitragen müßen, gehohlt, alß daß ----oder unter _? _?, noch solcher Erlaßung, und vor _? geschehene Bezahlung, vom Haßse zwanzig Thaler, bekommen, so hat es damit sein Verbleiben, jadoch, wie unten gemeldet. Über das habe ich der Tochter Maria Außenbornin zwanzig Thaler nebst. sieben Thaler zum Kinde, als sie geheyrathet gegeben und soll noch zehen Thaler ferner bekommen, Acht Thaler habe ich derselben Tochter f... Pate ist gegeben. Denn legiere ich ferner  zehen Thaler der alten Copperin. Zehen Thaler dem Sohne Johann Christianen Sechs und dreißig Thaler Elisabethen

fünff und zwanzig Thaler Magdalenen
fünff und zwanzig Thaler Margarithen
Acht Thaler habe ich derselben Tochter  meiner Patin gegeben.
Fünffzehen Thaler legire ich dem Sohne Sigmund wenn er studiert oder sonst etwas redliches lernet, und anfangen wird, daß es wohl angewand sey. Der Sohn Johann hat Sieben und vierzig Thaler zu Erkaufung eines Hauses in Zörbig bekommen; ohne, was ich ihme, da er wieder nach _gniz reiste, entrichtet. Auch hab ich ihme bey meinem Bruder Lorenzen sehl. ohne sein anhalten und _lißen dreißig Thaler erlanget; Und legire Ihme dazu die andert halb Viertel Erb--ter zu Hühern, die ich wegen meiner Forderung im Gebrauch gehabt, jedoch daß er Fünfzehen Thaler dem Gottes Kasten vor die armen, auf Zinse und Guthun, zahle Zwanzig Thaler lgire ich deßen Sohne Johann, wenn er studiert, oder sonst etwas ehrliches lernet, und und anfangen wird, daß es wohl an gewand sey. Als Jacob geheyrathet, habe ich ihme Zwanzig Thaler gegeben, und Zehen Thaler geliehen, die er Ostern 1661 befuge Scheins, wiedergeben wollen, aber nicht geschehen. Hernach hat er das .....hauß 6 1/2 ? wohnet, die Scheune und Gewesen , außer das halbe Obst, und  etwas Grabeland /: jeglichen das Graß auf Drey Kürische Stücken, so lange wie im Hause gewesen, gebrauchet: Und an Beschwerung nichts mehr, als was zur selbigen Zeit auf das Hauß gekommen, so damalß ein geringes Gewesen geben dürfen; welches alles sich sonst hochge nößen können.  Ferne habe ich ihme, und nach deßen Tode, den Kindern, und seinem Bruder Hansen, Vier St. Wiese, und hernach, als er aus dem Hause gewesen, das Graß auf denen drey Kürischen St., und das Graß in der Gemeinde, was beyden zusammen die Helfte; der nach einem den Dritten Theil, ohne Beschwerung, frey gebrauchen laßen. Ingleichen die (Lehenwohnen?) nach W--en und hohen ---leben vor sie beyde abgegeben. Hierüber habe ich Jacoben, zu der Kauffung des Roßischen Hauses fünff und zwanzig Thaler, um gewöhnlichen Zins, geliehen; und ist über das acht Thaler 18 Gl nebst dem vorschriebenen Zins, schuldig geblieben, wie die Obligationes, unterm 20.May 1674 ausweisen. Auch habe ich zu deßen Begräbniß drey Thaler hergegeben, und vier Th. Martin Sommern seinetwegen gezahlet. Ungemeldet, daß ich ihme in seiner Nahrung und  Handel, so vielfältig mit Vorsteckung Geldes und sonsten, wir auch der Witwen behülftlich gewesen bin; Ingleichem dem Sohne Hansen, daß er aus der Lehre gesprochen worden, Einen Th. Hergegeben Welcher vorstehenden Posten halber, ich mich am verschriebenem Hause, besage der Obligationen billich erhoben können; Will aber dieses alles, ungeachtet ich genugsame wiedrige Ursach hatte, denen Kindern erlaßen.  Nebst diesen sollen die Kinder männliches Geschlechts und ihres Vatern Bruder Hans Bobbe, den Acker, welchen mein Bruder sehl.hl. M. Strolen und Hr. Wilhelm Losen, verpfendet gehabt, und ich zurück gelößt, wie auch die drey veirtel eines [M(a(i)nlichen ?] Kührischen Holz- und Grase Stückes, an sich nehmen, wie desfalß ein Acker Verzeichniß enthalten. Sollte es nach Gottes Willen sich begeben, daß Hans Bobbe, und deßen Sohn Johann, ohne Hinterlaßung männlicher (Leibes Lehen?) Erben verstürben; oder die wovon vorhanden, stürben aber auch, ohne Hinterlaßung männlicher _? _? Erben, und Töchter verließen, sollen diese oder da solche nicht vorhanden, Johannes Töchter, undt da solche auch nicht weren, deßselben Schwestern, und deren Kinder, den von mir eingelösten Acker, so dem Vater Hansen Bobben, im Deßaui schen Felde zugetheilet ist, und auf zutragende Fälle, an Jacobs Sohn verfiele, so lange, ohne Beschwerung, gebrauchen, bis sie, wegen des von mir zur Wiedereinlösung des Ackers und Kührißchen St. gezahlten Geldes, vom jährlichen Pachte sechs und dreyßig Th. bekommen, da aber solche baar aus gezahlet werden, treten sie den acker ab. Und will ich die Kinder, nach Jacobs Tode , zur Schule gehalten, und alles Schulgeldt vor sie gegeben, so soll die Witbe, nebst denen Vormündern, die sie denen Unmündigen verordnen laßen soll, die Nuzungen, vom sämbtlichen Acker und Kührischen St. ferner also anwenden daß vornemlich und zuförderst die Kinder, die noch nicht Handwerker gelernet, zur Schule gehalten, und also erzogen wor den, daß sie nebst der Gottesfurcht von denen Nuzungen Handwerker lernen, und die, so noch nicht ausgelernet, demvon Dürfftig erhalten werden mögen. Wie dem auch die Tochter /: der ich sechs Th zur Ruhe gegeben, und noch zwei Th. haben soll :/ so lange sie bey der Mutter ist, zugleich von denen Nuzungen zu erhalten ist. Und wenn sie heyrathet sollen ihr die Brüder acht Th. über dem, was ihr sonst gebühret, von eingelöstem Acker und kührischem St. baar herausgegeben. Ferner legire ich den Kindern ingesambt fünf unf zwanzig Th. so gegeben werden sollen, nach der, von mir, meiner instituierten Erbin, zugestelten Verordnung. Auch soll das Lehengeld von der Huffen im Deßauischen Felde, wesfalß ich Lehnträger gewesen, nach meinem Tode Hans Bobben, und deßen Bruder Johann, gegeben werden, und solches nur auf meinem Fall, und ferner nicht. Meines Bruder Thomaßen sehl. Tochter Anna Maria Bechels, habe ich zwanzig Th gegeben; Auch daß Graß auf denen drey kührischen Stücken, als Jacob aus dem Hause gewesen, erstlich zur Helfte, hernach zum Dritten Theil wie auch das Graß in der Gemeinde zum dritten Theil, und einen Scheffel Rocken, von einem St. Acker, jährlichen gebrauchen laßen, und sonst mehrmahlen behülftlich gewesen; wie ich dann geschehen laßen, daß sie die an derthalb veirtel Landes Ernacker um vierzig Th durch meine Hülfte an sich gebracht, weil solches sonst nicht geschehen können, wenn ich das meine gefordert und genommen hette; Und legire ich und ihren Kindern, ingesambt, in die Häupter, ihres Vatern sehl. Wohn- und Brauhauß, mit dem abgetheilten Hoffe undt Garten, wie ein sonderliches Verzeichnis darüber ist, nebst der Scheune /: welches alles ich, wegen meiner Forderung, und übergenommenen Bezahlung gewißer Schulden, sehr theuer annehmen müßen, und, weil theils eingegangen, theils sehr baufellig gewesen, zur Aufbauung und Reparatur, ein Hohes angewendet :/ erb und eigenthümlichen, mit aller Gerechtigkeit undt Beschwerung, und also auch zwölf Th. Gotteskasten Geldt, entweder zu verzinsen, oder abzuzahlen, und Dorothea Elisabethen, fünffzig Th baar, alsbald nach meinem Tode, ehe sie sich des Hauses und pertinentien. anmaßen, in einer Summa herausgeben, und dem Gotteskasten, über vorstehende 12Th noch fünf und vierig Th zahlen sollen. Dem Sohne HAns JAcob, meinem Paten legire ich acht Th. wenn er Meister werden wird. Dorothea Elisabethen legire ich das Gebäude, worin ich mir eine Stube zur Wohnung machen laßen, nebst dem abgetheilten Hoff, Stalle und Garten, und dazu vorstehende fünfzig Th. Also sie geheyrathet, habe ich ihr fünf und zwanzig Th. gegeben, und soll sie die Nuzungen von Wohn- und Brauhause und pertinentien so lange, bis sie die fünffzig Th. in einer Summa bekömt, ohne Abkürzungen des Legirten frey genießen. Würde aber dieselbe vor mein Ende sterben, haben derselben Leibes Erben, solches alles, ihr legirtes, zu fordern. Weger der Beschwerung, so auf alles geleget ist, werden sie sich nach proportion vergleichen.
Und da instituirt Erbin, in diesem, wo rin ich mich bisher aufgehalten, zubleiben Beliebung hat, soll sie so lange als sie lebet, darin gelaßen werden; jedoch, daß sie der Billigkeit nach, wegen der Miethe sich vergleichet. Würde es aber verkaufft, wird sie schon zusehen, wo sie bleibet, und auf solchen Fall soll der Schwester Anna Maria Löchels und derselben Leibeserben, der Verkauff dazu gelaßen seyn. Der Sohn Hans Bobbe /: dem ich das Schneider Handwerk lernen laßen:/ soll das von mir eingelöste St. Acker im Deßauischen Felde, wie auch die Zurückgebrachte Drey vierrel eines kührischen Holz- und Graß Stücke, welches beydes sein Vater sehl. verpfändet gehabt, wieder an sich nehmen, daß er also, weil ich die bekändliche, väterliche Schulden, besage Kauffbrief fes auf mich genommen und bezahlet, seines Vaters sehl. sämbtl. Äcker bekömt, wie im Acker verzeichnis enthalten. Were er aber todt, oder stürbe hernach, und ließe keine eheliche mänliche Leibes Lehens Erben: Oder diese weren vorhanden, stürben aber auch, ohne Hinterlaßung ehelicher Leibes Lehens Erben, sollen die zwo, mit meinem Gelde eingelöste Stücke, Hansen Bobben, und deßen männliche Leibes Lehens Erben, und deßen Brüdern Jacobs sehl. männlichen Leibes Lehens Erben, wie auch die, nach Hansen Bobbens, oder deßselben männlichen Leibes Lehens Erben ableben, aus denen sämbtlichen Äckern gehobene Nuzungen, in zwo gleiche Theile verbleiben. Wolten aber diese, daß die zwo Stücken, wie Hans Bobbens andere männliche Äcker in die Häupter zum Gebrauch getheilet würden, sollen sie schuldig seyn, vom Einlösungs Gelde, Hansen Bobbens leibes Erben vier undt zwanzig Th. baar herauszugeben, oder die sen das Stück Acker, im Deßauischen Felde, so lange ohne Beschwerung, gebräuchlichen, bis sie solche vier und zwanzig Th. nebst dem Interesse, aus der Nuzung haben; und ergehet sodann die Theilung in die Häupter.  

3. Was ich meiner Schwester Margarithen unterschiedlichen gegeben, und an sie verwendet, ist ihm am besten bekandt; Undt habe über das, die gemeine Schulden, zu ihrem Theil, bezahlt : und legire ihr hierüber ingelichen zwölf Th, in vier mahlen als widesmahl drey Th voraus zu halten und wenn sie stürbet soll sie mit der ganzen Schulen zum Grabe gebracht, aber derselebn Kinder an Kleidung, oder Weis Trauer Zeug nichts, auch keine Mahlzeit gegeben werden. Derselben Tochter Anna Marien habe ich als sie geheyrathet, zwanzig Th bey ihrer Mutter an derselben verkaufften Hause, ab getreten, die sie auch bekommen : und ihrem Mann sehl. vier und zwanzig Th. um geenderlichen Zins, zu Erkauffung des Hauses, laut Obligation den 23. Marty 1666 geliehen, und ist weder Zins noch Capital abgetragen, daß nu also 48 Th. sage. Und ob ich nun wohl diese Post, noch Inhalt der Obligation, am Versch...enen Hause, fordern zulaßen, genügsame Ursach hette, so will ich doch, deßen ungeachtet, ihr solche acht und vierzig Th erlaßen, und noch zehen Th. haben. Dem Sohne Georg Heydern habe ich als er geheyrathet hat zwanzig th. gegeben : und ferner zu seiner Nahrung angang und fortsezung vier und sechzig Th. um gewöhnlichen Zinß, laut Obligation, geliehen, und in seiner Armutheit vier Th., und zum Begräbnis zehen Th. vorgeleget; auch hat meine Schwester Elisabeth ihme zehen Th geliehen, die sie auch nicht wiederbekommen; und ich ihre seinetwegen gezahlet, daß also die Schuld, nebst zwölf th. 12 G Zinß /: ohne ohne vorstehende zwanzig th. :/ hundert th. 12 gl beträgt: Außer was ich ihme, als er das Handwerk gelernet zu deßen behuff und hernach , da er sich auf die Wanderschafft begeben, gegeben, welches alles mit seinem Tode erloschen ist. Der Tochter Christia Elisabethen habe ich zwanzig Th egeben, und bekömt noch zehen th. Derselben Sohn Tobias Jacob habe ich sechs Th zum Geburtsbriefe, und zuerlernen des Fleischerhandwerk, hergegeben: wie er aber die zwo lezte Th. womit er seinen Lehrbrief ablösen sollen, angewendet, und sich sonst verhalten, das ist kundbar, worbey es auch erbleibet. Daß Hans Friederich aus der Lehre gesprochen worden, habe ich Zwo Th gegeben, undt soll noch zehen th. haben, wenn er Meister werden, und also sein Handwerk anfangen wird. Denen übrigen Dreyen legire ich fünff und vierzig Th und also indweden fünffzehen th welches gegen gewißes Pfandt, oder genugsame Versicherung, ihnen zum besten, auf Zinst soll aufgethan werden, bis sie erwachsen, und zu ihrer anfangenden Nahrung bedürftig seyn. Und da Todesfälle unter ihnen entzwischen sich begeben, soll es den berlebenden zugeleget seyn; und denen Eltern soll Geld nicht in die Hände kommen. An stadt des Herrgeräths sollen acht th gegeben werden, wird es aber in natura begehret, so ist das darzu gehörige Bette und Pfürl nicht mit begriffen, weil ich meine sämbtliche Betten, H(errn) Elias Rüdens, Hochfürstl. An hältliche Ambtmann zu Zerbst Töchtern, Sophia Elisabeth Johanna und Justa Elisabethen per donationem inter vivos, verehret habe, sonst ist von Leinengeräthe darzu nichts mein. Was die fünfzehn th so Hans Bobbe, wegen des Ackers und die fünff undt vierzig Th, die Anna Maria Lechels?, und deren Kinder vom Hause und pertinenti zahlen sollen, anlanget, sollen solche sechzig Th vom Herren Inspector des Gottes Kastens denen armen, zum besten, ausgeliehen, und denen Nothleidenden quartaliter ausgetheilet werden. Würde ich einem oder dem anderen etwas gegeben oder geliehen haben, und hierin nicht vermeldet, oder noch geben oder leihen möchte, und in meinem Verzeichniß angesezet, so wird es vom Legato billich abgekürzet. Dafern unter denen Legatarien jemand, mit deme, was ihme von mir, nicht aus Schuldigkeit, sondern freywillig legiret ist, nicht friedlich seyen, oder etwa dieses mein testament, in einiger ley weise anfechten wolte, oder ließe sonst, unverantwortliche Reden sich verlauten, derselbe soll Krafft dieses seines Legati nicht allein verlustig, sondern auch, was übergeben, erlaßen, und von ihme bezahlet 


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Seite 33 / 34 / 35 zu schlecht  zum lesen
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/3/

 sollen die legirten Cabeln, Wiese und Garten von dem Kasten Vorsteher allhier ein Jahr und andere, ohne Ansehen der Person, demjenigen, so das meiste dafür zu geben erbötig, mit Vorbewust und Rath des Herrn Pfarrers jährlich oder auf etliche Jahre ausgethan, und so bald eine Cabel ausgewiesen, die Zins oder Grase-Geld pranumerandi erleget werde.

/4/
Soll das eingenommene Geld in eine absonderliche verschloßene Lade, wovor auch ein Vorlage Schloß geleget, und die Lade nebst dem Haupt-Schlüßel der Herr Pfarrer, den andern aber der Kasten Vorsteher bey sich haben.
/5/

 Wird der herr Pfarrer, und seine successoze am Pfarr-Amte, sich der armen Leute im Hospital treulich annehmen, und sie zur Gottes furcht, fleißigem Beten und Singen anmahnen, auch durch die Kasten Vorsteher dahin sehen laßen, daß keine böse Leute darinnen beherberget und angenommen werden, wiedem auch.
/6/
Die Kasten Vorsteher, was an dem Gebäude des Hospitals wandelbar und baufällig wird, mit Gutachten des Herrn Pfarrers von den Nutzungen des Legati separiren, und den
Garten und Zaun verbessern und im Stande erhalten sollen. Endlich und
/7/
Haben der Herr Pfarrer dasjenige, was ihme iregen administrirung dieses Legati, auch denen Kasten Vorsthern vor ihre Mühewaltung in der Fundation geordert, ohne Abbruch ferner zu genießen.



Sig: Acken, den 13. Dezember anno 1692

Mag.Georg Belau                                 Ehr. Albr. Friedrich

Auszug aus dem Legat