In Erinnerung an unsere Vorfahren und zur Information für unsere Nachkommen


Da mein Vater bereits 1981 verstorben ist, hoffte ich mehr über meine mütterliche Seite zu erfahren. Dabei hielt ich mich an meine Mutter Sieglinde und meine Tante Erika. Meine Mutter konnte mir jedoch nicht all zu viele Infos geben, da mein Großvater verstarb, als sie 2 Jahre alt war und meine Großmutter als sie 14 Jahre war. Sie wuchs bei ihrer großen Schwester (meiner Tante) Erika auf.
Meine Tante  Erika fing an mir von den Geschwistern, Eltern und Großeltern zu erzählen.
Mir fiel auf, wie schwer es ihr anfangs viel über die Zeit des II. Weltkrieges zu erzählen. Doch im Laufe der Zeit erfuhr ich viel, was meine Familie als Flüchtlinge im II. WK  erlebt hatten. Es sind durch diesen Krieg 3 Geschwister meiner Mutter gestorben. Auch meine Tante Erika hat eine Tochter durch den Typhus, der im Krieg allgegenwärtig war, verloren. Da sie Flüchtlinge aus Pommern waren, sind auch viele Erinnerungen, wie Fotos, Andenken oder Unterlagen bei der Flucht verloren gegangen. Hier erwies sich daraufhin meine Suche nach den Vorfahren als sehr schwierig. Deshalb sammelte ich erst einmal alle Informationen von meiner Tante, die als einzige Erinnerungen aus der "alten Zeit" hatte.  Leider ist meine Tante, die für mich ein sehr wichtiger Teil meiner Familie war, verstorben und "diese Quelle" ist für mich leider versiegt.
Doch irgendwie wollte ich an Informationen zu meinen Vorfahren kommen. Ich las Bücher, von Menschen, die ihre Erinnerungen  an den II. WK niedergeschrieben haben. Viele dieser Bücher haben mich tief erschüttert und mir einen neuen Blickwinkel auf die Welt und meine Umgebung gegeben. Besonders hat mich das Buch: "Das Tagebuch der Maria Meinhof" gefesselt. ISBN 3-455-09425-2
Ich durchforstete das Internet und einige Seiten erwiesen sich für mich als gute allgemeine Informationsquelle, so z. B. die  Seiten, der Orte, in denen meine Ahnen mütterlicher Seite (STREUBÜHR / SIEGMANN) lebten. Jedoch auch Seiten, die sich mit der Geschichte Deutschlands beschäftigen.

Etwa 2004 begann ich meine väterliche Linie näher zu betrachten. Naja und es lag für mich auf der Hand, erst einmal bei der Kirchengemeinde in Aken nachzufragen, ob es möglich ist Informationen aus den Kirchenbüchern zu bekommen. Ich war erstaunt was mir Frau Ulrich, eine langjährige Mitarbeiterin, der evangelischen Kirche Aken  (Elbe) dann alles zusammentragen konnte .... 

Mittlerweile habe ich meine väterliche Seite BRAUNE durch Informationen und Hilfestellungen vieler anderer Forscher sehr weit zurückverfolgen können so ca bis 1590.

Auch bei der Linie meiner Großmutter (LUTHER) väterlicher Seite konnte ich, durch die Hilfe von Frau Ulrich, bis zu den ersten Vorfahren, die nach Aken kamen,  zurückverfolgen. Dank einer Forscherkollegin mit der ich auch über etliche Ecken verwandt bin habe ich weitere Ahnen in und um Bad Tennstedt gefunden und konnte somit meinen Stamm in dieser Linie bis in das Jahr 1674 zurückverfolgen.